Auf dem Gelände der ehemaligen Danziger Werft, einem Ort mit einzigartiger Geschichte und großer Bedeutung nicht nur für die Einwohner der Dreistadt, ist ein Bauprojekt entstanden, das einen neuen Ansatz für Mietwohnungen verkörpert. Resi4Rent Gdańsk Stocznia ist ein Projekt, das fest im postindustriellen Charakter der „Młode Miasto“ (Junge Stadt) verankert ist und eine zeitgemäße Bebauung schafft, die in der Erinnerung an diesen Ort verwurzelt ist. Was zeichnet dieses Projekt aus?
Immer mehr Menschen möchten sich nicht durch einen langjährigen Immobilienkredit binden oder mit der Unsicherheit konfrontiert werden, die oft mit privaten Mietverhältnissen einhergeht. Junge Berufstätige, Studierende, Singles, Paare und Familien suchen heute nach Lösungen, die Freiheit, Planbarkeit und Sicherheit im Alltag gewährleisten. Resi4Rent Gdańsk Stocznia ist nicht nur ein weiteres Angebot auf dem Mietmarkt der Dreistadt, sondern vor allem ein modernes Modell des urbanen Lebensstils, bei dem die Wohnung, der Service, die Gemeinschaftsbereiche und stabile Regeln ein stimmiges Gesamtkonzept bilden, das an die sich wandelnden Bedürfnisse des Marktes angepasst ist.
Architektur, die an die Geschichte erinnert
Der neue Resi4Rent-Komplex entstand in Zusammenarbeit mit der Gruppe 5 Architekci, die zahlreiche Projekte für Wohn- und öffentliche Gebäude im ganzen Land in ihrem Portfolio hat. In Danzig war das Unternehmen für die Planung eines Komplexes aus zwei achtstöckigen Gebäuden verantwortlich, die so konzipiert wurden, dass sie sich in den vielschichtigen Kontext der „Młoda Miasto“ einfügen. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde, wodurch es gelang, zeitgenössische architektonische Lösungen mit den Anforderungen des Denkmalschutzes in Einklang zu bringen. Die Architekten strebten hier keine historisierende Kulisse an, sondern legten Wert darauf, dass die neuen Gebäude die Atmosphäre der ehemaligen Werft widerspiegeln, daher unter anderem die mit Keramikfliesen verkleideten Fassaden, die an traditionelles Backsteinmauerwerk erinnern, oder die großen Fabrikfenster, die an die Produktionshallen in der Umgebung anknüpfen.
– Das Gelände der ehemaligen Danziger Werft ist einer der bedeutendsten Orte auf der Landkarte Polens, daher war uns von Anfang an klar, dass wir unser Projekt hier nicht losgelöst von der Geschichte und der Umgebung planen konnten. Wir wollten die Vergangenheit jedoch nicht in Form von Dekoration nachbilden. Uns war eine Architektur wichtig, die sich aus dem Charakter dieses Ortes ergibt, aber eine zeitgemäße Sprache spricht. Dies schlug sich in konkreten gestalterischen Entscheidungen nieder, unter anderem in der Absenkung eines Teils des Baukörpers, um den Blick auf die historischen Gebäude zu bewahren. So entstand ein Gebäude mit eigenem Charakter, das sich gut in die Umgebung einfügt und mit Blick auf den täglichen Komfort der Bewohner entworfen wurde “, sagt Sławomir Imianowski, Geschäftsführer von Resi4Rent.

Die obersten Stockwerke wurden mit Cortenstahl verkleidet, der auf natürliche Weise mit der rostfarbenen Fassade des Europäischen Solidaritätszentrums harmoniert, während in den Arkaden blaues Blech zum Einsatz kam, das von den ehemaligen Werfttoren bekannt ist. Es sind subtile, aber ausdrucksstarke Anspielungen, die die Identität dieses Ortes prägen. Der Gebäudekörper zur Doki-Straße hin wurde bewusst abgesenkt, um den freien Blick auf die BHP-Halle und die Werftkräne zu bewahren. Dadurch dominiert der Neubau die historischen Gebäude nicht, sondern tritt mit ihnen in einen Dialog und ergänzt sie durch eine zeitgenössische Formensprache. Die kompakte Anordnung des Quartiers strukturiert den Raum der „Młode Miasto“, und der Innenhof wird zu einem natürlichen Puffer zwischen den Gebäuden und dem städtischen Verkehr. So angeordnete Gebäude sind nicht nur für zufällige Passanten, sondern auch für Architekturliebhaber eine Augenweide.
Komfort im Alltag
Resi4Rent Gdańsk Stocznia zeigt, dass Investitionen im PRS-Sektor (Private Rented Sector) in Polen an Reife gewinnen. Dabei geht es nicht mehr ausschließlich um die Bereitstellung von Wohnraum, sondern um die Schaffung eines komfortablen Lebensumfelds, das auf langfristige Nutzung und Gemeinschaft ausgerichtet ist. In den beiden neu errichteten Gebäuden an der Nowomiejska-Straße befinden sich 569 Wohnungen im Abonnementmodell, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensphasen der zukünftigen Mieter gerecht werden – von den kompakten ResiStudio-Wohnungen über die Zweizimmerwohnungen ResiComfort und ResiComfort bis hin bis hin zu den größeren ResiFamily-Wohnungen.

Das Projekt geht über die Wohnungen selbst hinaus, denn ein großer Teil des Alltagserlebnisses wird durch Gemeinschaftsräume geprägt. Auf den Dächern der Gebäude wurden zwei Aussichtsplattformen entworfen, die als Orte der Erholung dienen und den Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen ermöglichen. Im Inneren befinden sich ein Coworking-Bereich, eine großzügige Lobby sowie ein begrüntes Patio – Orte, die den privaten Wohnraum auf natürliche Weise erweitern und den heutigen Bedürfnissen entsprechen, beispielsweise denen von Menschen, die im Homeoffice arbeiten. Im Gebäude befindet sich zudem eine Arztpraxis, und in der unmittelbaren Umgebung gibt es Geschäfte, Restaurants und Dienstleistungsbetriebe. Diese Lösungen stehen im Einklang mit dem Konzept der „15-Minuten-Stadt“, in der man alltägliche Angelegenheiten ohne lange Anfahrtswege erledigen kann.

Bei der Gestaltung der Gemeinschaftsräume griffen die Designer auf Materialien und Details zurück, die subtil an das Erbe der Werft anknüpfen und gleichzeitig eine Atmosphäre schaffen, wie man sie aus modernen Gastronomiebereichen kennt. Dies ist besonders wichtig bei Mietwohnungen, bei denen es nicht nur auf die Lage ankommt, sondern vor allem auf ein gut gestaltetes Umfeld für den Alltag.
– Unsere Kunden legen immer mehr Wert auf Vorhersehbarkeit. Deshalb führen wir im Projekt „Resi4Rent Gdańsk Stocznia“ als erste in Polen eine pauschale Gebühr ein, die auch die Nebenkosten – also Strom, Heizung und Wasser – umfasst. Der Kunde weiß im Voraus, wie viel er zahlen wird, ohne Rechnungen, Ablesungen und saisonale Kostenschwankungen im Auge behalten zu müssen. Doch diese Vorhersehbarkeit ist nur ein Teil des Angebots. Die Wohnungen sind möbliert und sofort bezugsfertig, mit einem klaren Vertrag und der Unterstützung eines Kundenbetreuers sowie Zugang zu Gemeinschaftsbereichen, die den privaten Lebensraum erweitern. Coworking-Bereiche, eine Lobby, eine begrünte Terrasse oder Aussichtsplattformen ermöglichen es, bequem zu arbeiten, sich zu entspannen, Nachbarn zu treffen oder einfach mal die Umgebung zu wechseln, ohne das Gebäude verlassen zu müssen. All dies prägt das tägliche Erlebnis an einem Ort, an dem man sich leichter zu Hause fühlt“, sagt Alicja Kościesza, Vertriebs- und Marketingleiterin bei Resi4Rent.
Eine Hommage an den Ort
In der „Młode Miasto“ ist es schwierig, ohne Bezug zur Geschichte zu entwerfen. Im Bereich des Bauprojekts erinnert die Skulptur „Drei Arbeiter“ an diese Geschichte; sie knüpft an die Ereignisse vom August 1980 an und erzählt von der kollektiven Erfahrung, der Kraft der Gemeinschaft und den Menschen, die Geschichte geschrieben haben. Die Skulptur hat nicht die Form eines klassischen Denkmals, sie ist durchbrochen und leicht, wodurch sie im Raum präsenter wirkt, ohne sich dem Betrachter aufzudrängen. „Die drei Arbeiter“ werden hier Teil des Alltagsbildes der Bewohner und zugleich zu einem symbolischen Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

–Die Schaffung neuer Architektur in unmittelbarer Nachbarschaft zum Europäischen Solidaritätszentrum bedeutet, an einem Ort zu arbeiten, der zu den wichtigsten symbolischen Punkten der zeitgenössischen Geschichte Polens zählt. An einem solchen Standort muss sich die Architektur ihrer Rolle sehr bewusst sein; sie darf nicht dominieren, sondern sollte den Raum ordnen und einen Hintergrund für die bestehenden Wahrzeichen schaffen. Unser Ziel war es, einen Ort zu entwerfen, der sich auf natürliche Weise in diesen Teil der Stadt einfügt und Teil eines neuen Kapitels in der Geschichte des Werftgeländes sein wird“, sagt Rafał Grzelewski vom Architekturbüro Grupa 5 Architekci.
Ökologie als Standard
Im Resi4Rent Gdańsk Stocznia wurden zudem Lösungen umgesetzt, die den nachhaltigen Betrieb der Gebäude unterstützen. Die begrünten Dächer, oft als fünfte Fassade bezeichnet, wurden wie städtische Wiesen gestaltet. Sie halten einen Teil des Regenwassers zurück, fördern die Artenvielfalt und tragen dazu bei, die Überhitzung der Gebäude zu verringern. Gleichzeitig verbessern sie die Wärmedämmung der Gebäude und tragen so dazu bei, im Sommer wie im Winter eine stabile Temperatur aufrechtzuerhalten, was sich zudem positiv auf die Senkung des Energiebedarfs auswirkt.
Energie der jungen Stadt
Dank der Lage des Bauprojekts in „Młode Miasto“ sind die Orte, die heute den Charakter der Werft prägen – die 100czni, die Montagehalle, die Elektryków-Straße oder das Museum des Zweiten Weltkriegs – in wenigen Minuten erreichbar. Die Nähe zur Straßenbahnhaltestelle und zur SKM-Station „Stocznia“ gewährleistet bequeme Verbindungen innerhalb des gesamten Ballungsraums. Das Projekt „Resi4Rent“ in der Danziger Werft beweist, dass die Architektur von Mietwohnungen anspruchsvoll, kontextbewusst und auf Langlebigkeit ausgelegt sein kann. Es handelt sich um ein Projekt, das keine Klischees wiederholt, sondern eine neue Qualität schafft, die auf der Beziehung zur Stadt und der Geschichte des Ortes basiert und dabei auch die Bedürfnisse der heutigen Bewohner berücksichtigt. In der „Młode Miasto“-Siedlung ist ein Projekt entstanden, das nicht nur den sich wandelnden Erwartungen des Mietwohnungsmarktes gerecht wird, sondern auch die Zukunft dieses Teils von Danzig mitgestaltet.
Weitere Informationen: www.r4r.pl.
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