Der Warschauer Wolkenkratzer „Roma Tower“ tritt gerade in die nächste Phase der Projektumsetzung ein. An der św. Barbary-Straße haben die Abrissarbeiten begonnen, um das Gelände für die Bebauung des kirchlichen Teils des Grundstücks vorzubereiten. Im August wurde zudem das Grundstück eingezäunt, auf dem der 170 Meter hohe Turm entstehen soll. Es ist zu beachten, dass die vorgestellten Visualisierungen keine endgültige Version des Entwurfs darstellen, sondern lediglich zur Veranschaulichung dienen.
Der Roma Tower hat nun grünes Licht
Die Geschichte des Roma Tower zieht sich bereits seit mehreren Jahren hin, doch erst das Jahr 2026 brachte eine deutliche Beschleunigung des gesamten Bauvorhabens. Am 4. Februar wurde die Baugenehmigung rechtskräftig und vollstreckbar, im August wurde das Gelände an der Kreuzung der Straßen Nowogrodzka und Emilia Plater eingezäunt, und der Investor nahm Gespräche mit potenziellen Generalunternehmern auf. BBI Development gab bekannt, zwei Absichtserklärungen mit Unternehmen unterzeichnet zu haben, die an der Realisierung des Hochhauses interessiert sind. Der neue Roma Tower soll 170 Meter hoch werden und 48 oberirdische sowie sechs unterirdische Stockwerke umfassen. Die ursprüngliche Idee für ein Bürogebäude wurde durch den Entwurf eines luxuriösen Wohnhochhauses ersetzt. Für die Architektur ist Jacek Świderski vom Architekturbüro Juvenes Projekt verantwortlich, während die Innenausstattung der Gemeinschaftsbereiche von der italienischen Firma Pininfarina gestaltet werden soll. Das Gebäude wird unter anderem über ein Schwimmbad, einen Wellnessbereich und einen Kinosaal verfügen.
Der Turm und seine Architektur
Der Roma Tower entsteht an der Ecke Nowogrodzka-Straße und Emilia-Plater-Straße, in unmittelbarer Nähe der Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Der Turm wird eines der höchsten neuen Gebäude in diesem Teil der Innenstadt sein. Seine Form ist schräg zu den Straßen ausgerichtet, und der untere Teil des Komplexes soll Arkaden sowie eine Dachterrasse erhalten. Unterirdisch wird es eine sechsstöckige Tiefgarage geben.

An der St.-Barbara-Straße entsteht ein neues Pfarrhaus
Die laufenden Arbeiten an der St.-Barbara-Straße stehen im Zusammenhang mit dem Roma-Tower-Projekt. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde mit dem Abriss einer baufälligen Autowaschanlage an der Emilii-Plater-Straße sowie des Pfarrhauses an der Ecke Nowogrodzka-Straße und St.-Barbara-Straße begonnen. Wichtig ist, dass das abgerissene Gebäude kein Denkmal ist und vor einigen Jahrzehnten errichtet wurde. Das benachbarte Pfarrhaus hingegen stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird erhalten bleiben. Das neue Pfarrhaus entsteht hingegen auf einem Grundstück näher an der Kirche. Sein Bau ist Teil der Vereinbarungen zwischen der Pfarrei und den Investoren des Roma Tower. Der Entwurf für dieses Gebäude stammt vom Architekturbüro Juvenes Projekt.

Veränderungen rund um den Roma Tower
Teil des gesamten Projekts werden auch Arbeiten im öffentlichen Raum sein. Der Investor hat den Umbau von Abschnitten der Nowogrodzka- und der Emilia-Plater-Straße, neue Bepflanzungen sowie die Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer angekündigt. Ebenfalls geplant sind Arbeiten an den St.-Barbara-Gärten sowie die Sanierung eines Teils der historischen Gebäude des Pfarrkomplexes. Somit wird der Roma Tower einen wesentlich größeren Bereich beeinflussen als nur das Grundstück, auf dem der Wolkenkratzer steht. Die Umgebung wurde schon lange nicht mehr umfassend saniert, daher besteht die Hoffnung, dass sie bald lebenswerter wird.
Wann beginnen die Bauarbeiten am Roma Tower?
Von einem Bau des 170 Meter hohen Turms kann vorerst noch keine Rede sein. Die Umzäunung des Grundstücks und der Beginn des Auswahlverfahrens für den Generalunternehmer stellen jedoch eine deutliche Wende nach Jahren administrativer Streitigkeiten und zahlreicher Projektüberarbeitungen dar. Der Investor führt Gespräche mit zwei potenziellen Bauunternehmen – die Auswahl soll noch im Jahr 2026 erfolgen. Sofern der Zeitplan eingehalten wird, folgen als nächste Schritte die Vorbereitungsarbeiten sowie anschließend die Erd- und Fundamentarbeiten. Nach Jahren des Stillstands rückt das Bauprojekt nun deutlich näher an den Baubeginn heran.
Quelle:BBI Development,money.pl
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