Am 18. Februar 2026 wurde im Senat eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Vandalismus und illegalen Graffitis gegründet. Die Initiative der Senatorin Monika Piątkowska ist eine Reaktion auf die zunehmende Zerstörung von öffentlichem und privatem Eigentum und die steigenden Kosten für deren Beseitigung. Die Schäden belaufen sich auf mehrere zehn Millionen Zloty pro Jahr, und die Aufklärungsrate der Täter ist nach wie vor erschreckend niedrig.
Team zur Bekämpfung von Vandalismus und illegalen Graffitis – Impuls aus Krakau
Die Idee zur Gründung des Teams entstand nach Hinweisen von Krakauer Kommunalpolitikern, die auf die Schwierigkeiten bei der Entfernung illegaler Beschriftungen von historischen Gebäuden aufmerksam machten. In vielen Fällen ist es zeitaufwändig oder unmöglich, den Eigentümer der Immobilie zu ermitteln, was ein Eingreifen der Stadt verhindert. Senatorin Monika Piątkowska wies darauf hin, dass Vorschriften erforderlich sind, die es den Gemeinden ermöglichen, Graffiti auf eigene Kosten zu entfernen, ohne die Zustimmung des Eigentümers einholen zu müssen. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass das Ausmaß des Phänomens weit über Einzelfälle hinausgeht. Das Problem betrifft große Städte, kleinere Ortschaften und die Verkehrsinfrastruktur. Die Beschädigung von Fassaden, Eisenbahnwaggons und Haltestellen verursacht enorme Kosten, und die Täter müssen selten mit Konsequenzen rechnen. In der Praxis bedeutet dies ein Gefühl der Straffreiheit, das weitere Akte der Zerstörung begünstigt.
Die Mazowieckie-Eisenbahn verzeichnet Verluste in Millionenhöhe
Eines der aussagekräftigsten Beispiele sind die von den Mazowieckie-Eisenbahnen vorgelegten Daten. In den Jahren 2023-2024 gab das Unternehmen über 31 Millionen Zloty für die Reinigung von Graffiti aus den Waggons aus. Über 100.000 Quadratmeter der Waggonoberfläche wurden beschädigt, und ein Teil der Züge musste aufgrund der Schäden vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Die Kosten werden auch von den Kommunalverwaltungen getragen, die die Reinigung von Gebäuden, Lärmschutzwänden oder Ingenieurbauwerken finanzieren. Diese Ausgaben belasten die lokalen Haushalte und schränken die Mittel für andere öffentliche Aufgaben ein. Angesichts der geringen Wirksamkeit der Strafverfolgung und der geringen Zahl rechtskräftiger Urteile erweist sich das System zur Bekämpfung von Vandalismus als unzureichend.

Team zur Bekämpfung von Vandalismus und illegalen Graffitis
Während der Gründungsversammlung wurde der Vorstand des Teams gewählt. Vorsitzende wurde Senatorin Monika Piątkowska, ihre Stellvertreter sind Senator Waldy Dzikowski und Abgeordneter Dominik Jaśkowiec. Dem Gremium gehören außerdem die Senatoren Agnieszka Gorgoń-Komor, Janusz Gromek, Joanna Sekuła, Małgorzata Sekuła-Szmajdzińska, Jerzy Wcisła und Jacek Trela sowie der Abgeordnete Jerzy Meysztowicz an. Die Mitglieder des Gremiums erklären, dass sie an Änderungen der Gesetze über die Kommunalverwaltung und die Finanzen der Gebietskörperschaften arbeiten werden, um den Gemeinden wirksamere rechtliche und finanzielle Instrumente an die Hand zu geben. Auch Änderungen der Strafvorschriften werden in Betracht gezogen. In die Maßnahmen sollen Experten und Vertreter der jungen Generation einbezogen werden, um die Perspektive der Debatte zu erweitern.
Zusammenarbeit der Institutionen im Kampf gegen Vandalen
Das Team hat eine Geschäftsordnung verabschiedet, in der der Umfang der Arbeiten festgelegt ist. Zu den Aufgaben gehören die Analyse der geltenden Vorschriften, die Initiierung von Gesetzesänderungen und die Unterstützung von Maßnahmen zur Eindämmung von Vandalismus und illegalen Graffitis. Außerdem wurde eine Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Expertenkreisen angekündigt. Die nächste Sitzung wurde für den 4. März 2026 angesetzt. Die Parlamentarier sollen sich mit der Stellungnahme der Kodifizierungskommission zu den vorgeschlagenen Gesetzesänderungen vertraut machen. Von den Ergebnissen dieser Arbeit wird es abhängen, ob die Kommunalverwaltungen und Verkehrsbetriebe wirksame Instrumente zur Bekämpfung von Vandalismus erhalten, der heute hohe Kosten verursacht und weitgehend straffrei bleibt.
Quelle:Senat der Republik Polen
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