„Ro“ ist ein Objekt, das aus dem Bedürfnis entstanden ist, einen Moment festzuhalten – jene kurze, flüchtige Pause, in der Materie, Licht und Emotion eine Einheit bilden. Die von Ania Marciniszyn und Karolina Pawłowska entworfene Leuchte verbindet zwei unterschiedliche Welten: Porzellan mit seinem weichen, organischen Charakter und Aluminium mit seiner technischen Präzision. Aus dieser Verbindung entsteht eine Form, die es dem Betrachter ermöglicht, in einen Zustand der Ruhe und Ausgeglichenheit einzutauchen.
„Ro“ ist das erste gemeinsame Projekt der beiden Künstlerinnen, und seine Geschichte beginnt in der Marszałkowska-Straße. Dort verlegte Ania das NODI Studio und wurde so Karolina Pawłowskas Nachbarin. Bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten lernten sie sich kennen und stellten fest, dass ihre Herangehensweise an das Material trotz unterschiedlicher formaler Ausdrucksweisen überraschend ähnlich ist. Beide arbeiten von Hand und betrachten den Prozess als entscheidendes Element der Entstehung eines Objekts – zeitaufwendig, anspruchsvoll und so gestaltet, dass die Handschrift in der Form erhalten bleibt.
Das Material als Herzstück des Entwurfs
Die Inspiration für die Leuchte war konkret: das Bild von Eis, serviert in einer Metallschale. Die Verbindung von Kühle und Genuss, von Strenge und Weichheit, wurde zum Anstoß für die Schaffung eines Objekts, das einen ähnlichen Zustand des Schwebezustands einfängt. Der Aluminiumfuß – der kühl wirkt – wurde mit einem Porzellanschirm kombiniert, der beim Einschalten des Lichts einen intensiveren, orangefarbenen Farbton annimmt. In dieser Verwandlung liegt der Kern des Entwurfs: Das Licht verändert nicht nur die Wahrnehmung des Objekts, sondern auch das Verhältnis zwischen den Materialien.

Zwei Aluminiumvarianten
Der Lampenfuß wurde in zwei Ausführungen gestaltet. Die erste wurde von Hand poliert – präzise, aber mit subtilen Spuren handwerklicher Arbeit. Die zweite Variante bleibt näher an der rohen Form des Gussteils, mit einer charakteristischen Textur und einer dunkleren, gedeckteren Oberfläche. Beide Varianten unterstreichen die Bedeutung des Entstehungsprozesses, der für Ania und Karolina ebenso wichtig ist wie das Endergebnis.

Im ausgeschalteten Zustand erinnert die Leuchte an ein skulpturales Objekt, in dem der Porzellanschirm und der Aluminiumreflektor in einem neutralen Verhältnis zueinander stehen. Sobald das Licht eingeschaltet wird, verschiebt sich das Kräfteverhältnis – die dünne Porzellanschicht beginnt zu dominieren und verleiht dem Raum Weichheit und Intimität. „Ro“ balanciert zwischen Gebrauchsfunktion und Formautonomie und lässt dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.
Das Projekt ist eine Art Erzählung über das Zusammenwirken von Materialien, über ihre Ambivalenz und darüber, wie Licht einem Objekt eine neue Dimension verleihen kann. Ro löst die Spannung zwischen Strenge und Zartheit nicht auf – sie hält sie im Gleichgewicht und lässt sie sich mit der Erfahrung des Nutzers verändern. Einfach und schön!
Partner bei der Premiere der Lampe Ro war das Unternehmen PROFIT Development.
Quelle: Pressematerialien
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