Sie haben es aus Holz gebaut. Das schwarze Haus in Białołęka

Der moderne Anbau an ein Haus im Scheunenstil zeigt, wie eine präzise geplante Konstruktion die Funktionalität des Gebäudes erweitern kann, ohne dessen Charakter zu beeinträchtigen. Das für eine Familie in Białołęka in Warschau entworfene Projekt sah die Schaffung zusätzlicher Nutzflächen vor, die sowohl optisch als auch materialmäßig eine natürliche Erweiterung des bestehenden Baukörpers darstellen – eines Hauses, das vom Architekturbüro Ruszkowski Architekci entworfen wurde, das auch das Konzept für dessen Erweiterung um ein Dach und einen Wirtschaftsbereich ausgearbeitet hatte. Zur Umsetzung dieses Vorhabens beauftragte der Bauherr die Firma Pinegard.

Moderner Charakter

Der neue Teil wurde in einem modernen Stil gehalten, der an das bereits bestehende Gebäude anknüpft. Ein zentrales Anliegen war die Wahrung eines einheitlichen architektonischen Ausdrucks, weshalb im Entwurf die Farbe Schwarz dominiert. Die gebürsteten, schwarz lackierten Fichtenbretter greifen die Fassade des Gebäudes auf und verstärken den Eindruck von Einheitlichkeit und einem bewussten Umgang mit dem Material.

Obwohl der Anbau den Einsatz langer Balken mit großen Querschnitten erforderte, betrachtet Pinegard dies als einen natürlichen Bestandteil der Arbeit mit Holzkonstruktionen. Das Unternehmen betont jedoch, dass seine Erfahrung die Umsetzung anspruchsvoller Projekte ermöglicht und dass der individuelle Ansatz keine leere Floskel ist – jedes Projekt birgt ungewöhnliche technische Lösungen, die dem Objekt nichts von seiner ästhetischen Leichtigkeit nehmen.

Drei neue Funktionen

Die Inspiration für das Projekt waren die konkreten Bedürfnisse des Bauherrn. Der Anbau umfasst drei Funktionen: eine Überdachung über dem Eingang, einen Carport mit zwei Stellplätzen für Autos sowie einen geschlossenen Hauswirtschaftsraum mit einer Fläche von ca. 13 m². Das Ganze fügt sich nahtlos in das Haus ein – die Überdachung geht in den sogenannten Carport über, dieser wiederum in den Hauswirtschaftsbereich, wodurch eine monolithische Komposition entsteht.

Im Hauswirtschaftsraum wurde ein Hochregal entworfen, das es ermöglicht, die Bauhöhe von ca. 3,5 m auszunutzen. Natürliche Beleuchtung sowie zwei Türpaare erleichtern die tägliche Nutzung, und die Breite des Eingangs ermöglicht die Unterbringung eines Motorrads.

Praktische Lösungen

Das Projekt berücksichtigte auch die besonderen Wünsche des Bauherrn. Die durchbrochenen Elemente an der Rückwand des Carports sind abnehmbar – so kann bei Bedarf auch größeres Gerät in den Garten gefahren werden. Im Alltag werden die Durchgänge auf beiden Seiten der durchbrochenen Wand genutzt, was zum Tragen von Einkäufen oder zum Durchfahren mit einer Schubkarre ausreicht.

Die größte Zufriedenheit bereitet der optische Eindruck, bei dem der zusätzliche Baukörper das bestehende Haus nicht stört. Das Objekt wird als ein Ganzes wahrgenommen, und der Übergang zwischen den Außenbereichen und dem Innenbereich bleibt fließend. Dies ist ein Beispiel für einen Anbau, der nicht dominiert, sondern die bestehende Architektur harmonisch ergänzt. Die Fläche des Anbaus beträgt etwas mehr als 90 m².

Hausentwurf und Erweiterungskonzept: Ruszkowski Architekci

Realisierung des Carports mit Hauswirtschaftsbereich: Pinegard

Fotos: Emi Karpowicz

Lesen Sie auch: Einfamilienhaus | Warschau | Minimalismus | Empfehlungen | whiteMAD auf Instagram