Sie haben es in Poznań gebaut. So sieht ein Haus unter dem Wald aus

In Poznań wurde ein Einfamilienhaus gebaut, das ein Manifest des Entwurfsansatzes von PL.architekci ist: ohne Trennung zwischen Innenraum und Architektur, in voller Symbiose von Raum und Form. Es handelt sich um ein modernes Gebäude, dessen Form an zusammenhängende Würfel erinnert. Für den Entwurf des Gebäudes erhielten die Architekten eine Auszeichnung beim Jan-Baptista-Quadro-Architekturpreis des Bürgermeisters der Stadt Poznań und beim NAWW-Architekturpreis der Region Wielkopolska.

Beim Entwurf eines Einfamilienhauses ist es von großer Bedeutung, auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohner einzugehen. Aus diesem Grund konzentriert sich das Team von PL.architekci bei den ersten Treffen mit den Kunden nicht auf das Aussehen des Blocks, sondern darauf, deren Lebensweise kennenzulernen. Die Investoren kamen mit einer klaren Liste von Erwartungen: Öffnung zum Wald, die Küche als Herzstück des Hauses, eine überdachte Terrasse, ein Teich und eine Holzfassade. Die Nähe zum Wald war sowohl ein Vorteil als auch eine Herausforderung – die Vorschriften verlangten einen angemessenen Abstand zur Wand aus Bäumen, und das schmale Grundstück erschwerte die Innenbeleuchtung. Die Lösung war ein beeindruckendes Oberlicht über der Küche, das nicht nur den Raum mit Licht füllt, sondern auch die beiden Etagen miteinander verbindet und die Kommunikation zwischen den Bewohnern erleichtert. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Architektur das Innere gestaltet und das Innere der Architektur Bedeutung verleiht.

Der Baukörper des Hauses wurde in das natürliche Gefälle des Geländes eingeschrieben, was es ermöglichte, ein zweigeschossiges Erdgeschoss zu schaffen und dem Wohnzimmer die gewünschte Höhe zu geben.

Wir wollten, dass das Gebäude mit der Landschaft verschmilzt und nicht mit ihr konkurriert. Wir haben die vorhandene Neigung des Grundstücks beibehalten – das Haus folgt ihr, indem wir im Inneren ein zweigeschossiges Erdgeschoss geschaffen haben. Dadurch wurde der Wohnbereich natürlich höher, was die Bauherren wünschten. Die gedämpften, dunklen Farben der Fassade bilden keinen Kontrast zum Grün des Waldes.Der Garten – so erklären die Architekten– wurde sehr natürlich gestaltet, um die Grenze zwischen dem Wald und dem Grundstück der Investoren zu verlieren.

Das Holz, dessen Farbgebung für die Investoren ausschlaggebend war, geht nahtlos von der Außenverkleidung in das Innere über – es findet sich in den Paneelen, Türen und Möbelfronten wieder, mit einer präzisen Aufteilung der Bretter. Dies erforderte eine akribische Dokumentation und Ausführung, um jedes Detail zu perfektionieren.

Der natürliche Terrazzoboden erwies sich als die größte Herausforderung. Er wurde dreimal bearbeitet, einschließlich aller Schichten, und verursachte dennoch Probleme – von der Färbung bis zu den Rissen. Nur die Entschlossenheit der Architekten, Bauunternehmer und Investoren führte zu einem perfekten Ergebnis.

Die Innenräume sind in warmen, gedeckten Farben gehalten, wobei der Reichtum an Texturen – Leinen, Baumwolle, Leder, Wolle – dem Raum eine edle Note verleiht. Die Wände und Decken sind mit natürlichem, gekämmtem Putz versehen, der die Arbeit der Handwerker erkennen lässt. Der einzige starke Akzent ist die aus Stein gemauerte Kücheninsel und die Badezimmerschränke. Sie rief bei den Investoren zunächst Skepsis hervor, aber erst der direkte Kontakt mit dem Stein überzeugte sie von seinem Charme.

Die minimalistischen Innenräume sind gleichzeitig sehr wohnlich. Jedes Element hat seinen Platz, der Raum ist geordnet und beständig – genau wie es die Investoren, die Ordnung und Beständigkeit schätzen, erwartet haben. Die einzige Variable bleibt die Landschaft vor dem Fenster, die den Rhythmus der Natur ins Haus bringt. Das Projekt von PL.architekci zeigt, dass Architektur und Interieur nicht getrennt voneinander existieren, sondern sich vermischen und eine kohärente Geschichte von Leben, Ort und Harmonie schaffen.

entwurf: PL.architekci

architektur und Innenarchitektur: Bartłomiej Bajon, Katarzyna Cynka – Bajon, Agnieszka Jurenko

entwurfsteam: Michał Rams

bau: BSD CONSTRUCTIONS – Jacek Kryske, Patryk Kasprzycki

fotografie: Tom Kurek

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