Sie hat nur 33 Quadratmeter. So hat sie ihre Wohnung in einem Wohnblock aus den 1970er Jahren eingerichtet.

In der Kleinstadt Brzesko, in einem Wohnblock aus den 1970er Jahren, entstand eine originelle Wohnung von 33,5 Quadratmetern. Kamila Wojciechowska, für die dies ihr erstes originelles Projekt war, setzte sich zum Ziel, einen Raum zu schaffen, der alle Sinne anspricht – einen Ort, der nicht nur das Auge anspricht, sondern auch klingt, riecht und Ruhe atmet.

Bei der Umgestaltung einer Wohnung aus den 1970er Jahren bestand die Herausforderung darin, die Einschränkungen des alten Gebäudes zu berücksichtigen. Jedes Problem, von unebenen Wänden bis hin zu komplizierten Installationsanpassungen, wurde zu einer Gelegenheit, kreativ zu reagieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Der architektonische Charakter der Inneneinrichtung entstand aus dem Bedürfnis nach Eklektizismus, aber auch nach Konsistenz. Der Architekt verzichtete darauf, einen einzigen Stil zu kopieren, und entschied sich für ein harmonisches Zusammenspiel von Mikrozement, Lehm und Naturholz. Der beigefarbene Putz umhüllt den Innenraum wie eine Höhle mit Wärme und vermittelt den Eindruck, mit der Natur in Kontakt zu sein. Dieses Farbkonzept fördert die Ruhe. Rohe Aluminium- und Chrom-Accessoires aus dem vorigen Jahrhundert, wie z. B. Bauhaus-Möbel aus den 1980er Jahren, unterstreichen den modernen Touch, während ein markanter Farbakzent im Schlafzimmer den gedämpften Hintergrund belebt.

Der Funktionsraum besticht durch die Präzision der Lösungen. Die Entfernung der Wand, die die Küche vom Wohnzimmer trennt, hat den Raum geöffnet, und eine neue Wand hat das gemütliche Schlafzimmer abgetrennt. Der gemütliche Wohnbereich geht nahtlos in die Küchenzeile über, und ein kleiner Flur beherbergt einen diskret eingebauten Kleiderschrank. Die größte Überraschung war das Badezimmer – trotz seiner geringen Fläche hat der Architekt eine große Dusche eingebaut, die ein Gefühl von Wellness vermittelt. Dies beweist, dass auch der kleinste Raum zu einer Oase der Entspannung werden kann.

Auch dieser kleine Raum ist mit intelligenten Lösungen ausgestattet, dank des ausgeklügelten Loxone-Systems, das auf subtile Weise die Beleuchtung oder die Temperatur steuert, um den Alltag angenehmer zu gestalten. Die Inspiration für das Design kam von einer Reise nach Südeuropa – Erinnerungen an die Sonne und die Langsamkeit des Lebens in Griechenland oder Italien durchdringen jede Textur und jedes Detail. Aus zweiter Hand erworbene Möbel – Tische, Sofas oder Stühle – wurden zu neuem Leben erweckt und verleihen der Einrichtung einen einzigartigen Charakter.

Das Projekt selbst ist eine Art Experiment mit Intuition, Licht und Berührung. Die erhaltenen Vintage-Lampen – die über dem Tisch hängende und die Wandlampe im Badezimmer – haben ihr Gegenstück im Schlafzimmer gefunden und eine kohärente Identität geschaffen. Alles in allem ist die eklektische Wohnung in der Nähe von Krakau eine Geschichte von kreativem Mut und Respekt für die Geschichte des Ortes. Gleichzeitig ist sie der Beweis dafür, dass sich Wohnungen in alten Wohnblocks in moderne Lebensräume verwandeln lassen.

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Über den Designer:

Kamila Wojciechowska – eine Innenarchitektin mit fotografischem Hintergrund, die die Feinheiten des Lichts und der Bildkomposition in Wohnräume bringt. Aus ihrer Leidenschaft für die Fotografie erwuchs die Fähigkeit, Stille und natürliche Strukturen wahrzunehmen, dank derer ihre Entwürfe das Sehen, Tasten und Hören ansprechen. Ihre originellen Kreationen zeichnen sich durch ihre Beständigkeit und Funktionalität aus und basieren auf Materialien, die sich angenehm anfühlen und einen eigenen Nachhall haben. Bei der Schaffung von Räumen, in denen man sich wirklich entspannen kann, setzt Kamila auf das Licht als Hauptdarsteller.

entwurf: nowafala – Kamila Wojciechowska

fotografie: Kamila Wojciechowska

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