wiz. arch. Michał Szymankiewicz

So könnte das Schloss in Rabsztyn heute aussehen. Es brannte im 17. Jahrhundert nieder.

Die Ruine der Burg in Rabsztyn zählt zu den wertvollsten Verteidigungsdenkmälern der Krakau-Tschenstochauer Jura. Die mächtige Festung wurde während des schwedischen Einfalls im 17. Jahrhundert zerstört, und ihr schlechter Zustand verschlimmerte sich in den folgenden Jahrhunderten zunehmend. Der Architekt Michał Szymankiewicz hat versucht, das frühere Erscheinungsbild der Residenz nachzuzeichnen, indem er eigene Visualisierungen unter Verwendung von auf künstlicher Intelligenz basierenden Werkzeugen erstellte.

Das Schloss in Rabsztyn – eine eigene Rekonstruktion

Mgr. Ing. Arch. Michał Szymankiewicz hat eine Reihe von Visualisierungen erstellt, die das vermutete Aussehen des Schlosses zu seiner Blütezeit darstellen. Die Grafiken entstanden mit Hilfe von Programmen, die künstliche Intelligenz nutzen, und sind eine eigene Interpretation dieser großartigen historischen Architektur. Das Projekt ermöglicht es, sich die Größe und Form der Residenz vorzustellen, die über Jahrhunderte hinweg eine äußerst wichtige Rolle im Verteidigungssystem von Kleinpolen spielte.

Rabsztyn in der Krakau-Tschenstochauer Jura

Die Burg in Rabsztyn erhebt sich auf einem Kalksteinhügel in 427 m ü. NN an der Straße von Olkusz nach Wolbrom. Die Festung gehört zu dem Burgenkomplex, der den „Weg der Adlernester“ bildet, dessen Name auf die auf schwer zugänglichen Felsen errichteten Festungen anspielt. Archäologische Untersuchungen aus dem Jahr 2014 bestätigten, dass die Anfänge der Oberburg bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückreichen. Der Name „Rabsztyn“ leitet sich höchstwahrscheinlich vom deutschen Wort „Rabenstein“ ab, was „Rabenfelsen“ bedeutet, was sich entweder auf die hier einst zahlreich vorkommenden Raben oder auf den Stifter beziehen könnte.

Die Burg auf einem Holzschnitt, 19. Jahrhundert. Quelle: Polona

Von der königlichen Festung zur Renaissance-Residenz

Ursprünglich bestand die Festung aus einem Steinturm und einer ihn umgebenden Verteidigungsmauer. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts entstand die mittlere Burg, und an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert wurde der Komplex um weitere Befestigungsanlagen sowie um die untere Burg mit Graben und Brücke erweitert. Im 16. Jahrhundert führten die Besitzer aus dem Geschlecht der Boner einen Umbau im Renaissancestil durch. Einige Jahrzehnte später entstand ein prächtiger Palast mit drei zweistöckigen Flügeln, der von Zygmunt Myszkowski oder Mikołaj Wolski gestiftet wurde. Dank dieser Investitionen zählte Rabsztyn zu den bedeutendsten und prächtigsten befestigten Residenzen der Region.

Die Burg in Rabsztyn und ihre Zerstörung

Das Ende der Blütezeit der Burg brachte der Einfall schwedischer Truppen mit sich. Im Jahr 1657 wurde die Festung geplündert und niedergebrannt, woraufhin sie nach und nach an Bedeutung verlor. Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts war sie vollständig verlassen, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts stürzte der Hauptturm ein. Größere Restaurierungsarbeiten an den Ruinen wurden erst 1986 in Angriff genommen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden Teile der Mauern restauriert, die Überreste des Palastes gesichert, der Torbereich wiederhergestellt, die freigelegten Kellerräume und die Überreste der mittleren Burg für Besucher zugänglich gemacht sowie Aussichtsterrassen errichtet. Im Jahr 1990 ging das Anwesen in den Besitz der Gemeinde Olkusz über, die die Restaurierungsarbeiten fortsetzt. Im Jahr 2021 wurden die Ruinen im Rahmen des Wettbewerbs „Zabytek Zadbany“ (gepflegtes Denkmal) ausgezeichnet.

Was ist bis heute erhalten geblieben?

Bis heute sind vor allem die Mauern der Oberburg, Fragmente der mittelalterlichen Befestigungsanlagen sowie die Wände der drei Flügel des neuzeitlichen Schlosses mit dem monumentalen Eingangstor erhalten geblieben. Rund um die Festung sind noch Reste des Burggrabens zu sehen, über den Holzbrücken rekonstruiert wurden. Besucher können die auf den gesicherten Mauern eingerichteten Aussichtsplattformen betreten und die bei archäologischen Untersuchungen entdeckten Relikte besichtigen. Die Visualisierungen von Michał Szymankiewicz vervollständigen dieses Bild und zeigen das vermutliche Aussehen einer der bedeutendsten Festungen der Krakau-Tschenstochauer Jura.

Quelle:zabytek.pl

Visualisierungen: Arch. Michał Szymankiewicz

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