Subtile Ausgewogenheit der Formen. Apartment im Zentrum von Katowice

Die 75 m² große Wohnung im Zentrum von Katowice ist ein Beispiel für ein Interieur, in dem Funktionalität auf raffinierte Ästhetik trifft. Das von La Fala Studio entworfene Projekt zeigt, wie durch durchdachte Änderungen im Grundriss und sorgfältig ausgewählte Materialien ein eleganter, stimmiger und zeitloser Raum geschaffen werden kann.

Wohnung mit Blick auf die Skyline der Stadt

Die 75 m² große Wohnung befindet sich in einem der prestigeträchtigen Stadtteile von Katowice. Sie liegt in einem der oberen Stockwerke und bietet einen Panoramablick auf die Stadt, der einen natürlichen Hintergrund für die raffinierte Innenausstattung bildet. Ein großer Vorteil der Wohnung sind die hohen Decken und die großzügigen Fensterflächen, die das Raumgefühl verstärken und für eine hervorragende Belichtung der Innenräume sorgen.

Von jedem Raum aus gelangt man auf die Loggia, die das Apartment umgibt, wodurch die Wohnung in ständigem Dialog mit der Stadtlandschaft steht.

Das Projekt entstand im Dialog mit den Investoren.

Die Investoren – beruflich mit der Welt der Mode und des Designs verbunden – hatten von Anfang an eine klare Vorstellung vom Charakter des Interieurs. Sie erwarteten jedoch einen individuellen Ansatz und originelle Lösungen. Die Designerinnen von La Fala Studio fanden vom ersten Treffen an eine gemeinsame Sprache mit ihnen, und das ursprüngliche Konzept erforderte nur geringfügige Korrekturen.

Der Entwurfsprozess nahm die Form eines kreativen Dialogs zwischen Funktionalität und raffinierter Form an. Jedes Element – von den Möbeln bis zur Beleuchtung – wurde mit größter Sorgfalt ausgearbeitet, damit das Ganze eine harmonische und stimmige Komposition bildet.

Neue funktionale Aufteilung der Wohnung

Die ursprüngliche Aufteilung der Wohnung bestand aus mehreren kleinen Räumen, die den Raum optisch unterteilten und den Eindruck von Enge verstärkten. Bereits in der Entwurfsphase wurde daher beschlossen, Änderungen vorzunehmen.

Das Arbeitszimmer wurde optisch mit dem Wohnzimmer verbunden, wodurch der Raum geöffnet und ihm Leichtigkeit verliehen wurde. Eines der Badezimmer wurde in einen begehbaren Kleiderschrank umgewandelt, der mit dem Schlafzimmer verbunden ist und einen komfortablen privaten Bereich bildet. Der Hauswirtschaftsbereich mit Waschküche wurde näher an den Eingang verlegt, wodurch jeder Quadratmeter der Wohnung effektiver genutzt werden kann.

Neutrale Basis und skulpturale Formen

Die Farbpalette des Interieurs basiert auf neutralen, warmen Tönen. Natürliche und zeitlose Materialien bilden eine elegante und gleichzeitig gemütliche Grundlage für die Einrichtung. Der Charakter des Interieurs wird durch ein abstraktes Dekorationsmotiv unterstrichen, das mit grünem Stein kombiniert wird und einen subtilen Kontrast und Dynamik schafft.

Vor dem Hintergrund der ruhigen Farbgebung stechen die skulpturalen Formen der Möbel hervor. Besondere Aufmerksamkeit erregt das doppelseitige Regal, das das Wohnzimmer vom Arbeitszimmer trennt. Dieses Element hat sowohl eine praktische als auch eine dekorative Funktion. Ornamentale Verglasungen verleihen ihm Leichtigkeit und erwecken den Eindruck, als schwebe die Konstruktion über dem Boden.

Auf der Wohnzimmerseite hat das Regal weiche, fließende Linien, während seine Form auf der Arbeitszimmerseite eher streng und rhythmisch ist.

Details, die den Charakter des Interieurs prägen

Ein markanter Akzent der Einrichtung ist auch die Kücheninsel auf geometrischen Beinen, die gleichzeitig als Tisch dient. Schon von der Türschwelle aus fällt die skulptural geformte Nische im Flur ins Auge, die einen einzigartigen ersten Eindruck hinterlässt.

Die Designerinnen setzten auf minimalistische technische Lösungen – alle Installationen, einschließlich der Klimaanlage, wurden in der abgehängten Decke versteckt, und die Lüftungsdüsen wurden so gestaltet, dass sie auch eine dekorative Funktion erfüllen.

Im Badezimmer gelang es trotz der geringen Größe, einen komfortablen Badebereich abzutrennen. Rhythmische, schimmernde Mosaike reflektieren das Licht und sorgen für einen subtilen Effekt visueller Tiefe.

Im Innenraum gibt es auch eingebaute Pflanzenbeete, die den Raum beleben und ihm einen natürlichen Charakter verleihen.

Polnische Marken und zeitgenössische Kunst

Das Projekt ist auch ein Beispiel für einen bewussten Umgang mit Design und die Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern. Bei der Umsetzung wurden Produkte polnischer Marken wie Tamo Design, NG Design, Please Touch Studio, Totem Studio, Ludism und Binia Studio verwendet. Abgerundet wird das Ganze durch Leuchten der Marke Lyfa und dezente Chromakzente.

Ein wichtiger Bestandteil der Einrichtung sind auch Kunstwerke. Über der Kücheninsel befindet sich ein Gemälde von Nicole Szmidt, während im Arbeitszimmer ein Werk von Justyna Fabirkiewicz hängt. Das Ergebnis ist ein Interieur, in dem lokales Handwerk, hohe Verarbeitungsqualität und ausgefeilte Ästhetik ein harmonisches, zeitloses Ganzes bilden.

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Über das Studio:

La Fala Studio ist ein eigenständiges Designstudio, das von den Architektinnen Marlena Banaszewska und Agnieszka Dominik gegründet wurde, die nicht nur eine gemeinsame Ausbildung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Schlesien verbindet, sondern auch eine langjährige Freundschaft. Ihre Beziehung, die auf Vertrauen und einem freien Gedankenaustausch basiert, bildet die Grundlage für ihre tägliche kreative Arbeit. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Sensibilitäten und Sichtweisen auf den Raum treffen hier in einem Rhythmus aufeinander und schaffen Projekte voller Ausgewogenheit, Charakter und subtiler Details. La Fala Studio entwirft Innenräume von Wohnungen, Apartments und öffentlichen Räumen sowie originelle, unkonventionelle Möbel, die oft zu einem starken Akzent der Einrichtung werden.

Jedes Projekt wird wie eine eigene Geschichte behandelt – entstanden im Dialog mit dem Kunden, inspiriert vom Lebensstil, den täglichen Ritualen und der Identität des Ortes. Das Studio führt Projekte umfassend durch, mit großer Sorgfalt für Details, Materialien und Atmosphäre, in der Überzeugung, dass ein gut gestalteter Raum nicht nur ästhetisch, sondern vor allem authentisch und benutzerfreundlich sein sollte.

Entwurf: La Fala Studio

Team: Agnieszka Dominik, Marlena Banaszewska

Fotos: Mood Authors

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