Tricity: Im Krieg verlorene Kunstwerke in Wandmalereien dargestellt

Die Aktion wurde organisiert, um zu zeigen, wie viele Werke noch nicht wiedergefunden wurden. Dazu gehören der „Araberhengst“ und der „Kampf zwischen Hund und Vogel“. Die Kunstwerke werden in einer ungewöhnlichen Form präsentiert, die einmal eine Werbung, ein anderes Mal ein Milchtütenetikett imitiert. Insgesamt sind dreizehn Wandmalereien in Gdańsk, Wrzeszcz und Gdynia zu sehen. Das Projekt wurde vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe in Zusammenarbeit mit dem Verband für Verkehrsdesign durchgeführt.

Die Kunstwerke wurden während des Zweiten Weltkriegs aus den Danziger Sammlungen gestohlen. Es handelt sich um öffentliche, private und kirchliche Sammlungen. Der Raub war enorm. Mehr als eine halbe Million Artefakte im Wert von mehreren Milliarden Dollar gingen verloren. Eine der Aufgaben des Ministeriums ist es, diese Werke zu finden und ins Land zurückzubringen.

Jede Aktion dieser Art – die Werke einem breiteren Publikum zu zeigen, das Wissen über sie zu verbreiten, unter anderem dank der Entwicklung des Internets und neuer Technologien – trägt dazu bei, mehr Kulturgüter zu finden, und hilft uns bei unserer Suche“, sagt die stellvertretende Kulturministerin Marta Cienkowska.

Die Wandmalereien an der Wand des Gebäudes in der Bohaterów Getta Warszawskiego Straße 16 in Gdańsk Wrzeszcz zeigen drei Gemälde: „Porträt der Frau von Johann C. Fichtel“ von Andreas Stech, „Kleiner Soldat“ von Friedrich Eduard Meyerheim und „Araberhengst“ von Carl Steffeck.

Eine lange Reihe von Wandgemälden wurde an den Säulen der Friedenskreuzung in Gdynia angebracht. Die Wandgemälde zeigen Abbildungen von 12 Gemälden. Darunter befinden sich zwei Werke, die in Gdańsk Wrzeszcz ausgestellt wurden („Kleiner Soldat“ und „Arabischer Hengst“), sowie Bilder von Gemälden wie: „Unter dem Äquator/Mor“ von Eduard Hildebrandt, „Weiblicher Akt“ von François Boucher, „In Träumerei“ von Ernest-Ane Duez, „Hund und Vogelkampf“ von Daniel Schultz, „Bildnis des Johann Schwarzwaldt“ von Hans Holbein d. J., „Mann beim Frühstück“ von Carl Hofer, „Kleine Haushälterin“ von Friedrich Eduard Meyerheim, „Bildnis einer alten Frau“ von Jacob van Loo, „Wildschwein“ von Wenzel Hollar und „Bildnis des Malers Meyerheim“ von Franz Krüger.

Die Wandgemälde wurden in ansprechender Form vorbereitet. Die Kunstwerke wurden so platziert, dass sie der Realität der zeitgenössischen digitalen Medien ähneln. der „kleine Soldat“ wurde als Milchtütenetikett mit dem Slogan „missing“ (vermisst) an der Spitze dargestellt. Dies ist eine Anspielung auf die Praxis in den USA, wo Bilder von vermissten Kindern oft auf Milchtüten platziert wurden.

In einem anderen Fall erscheint „Portrait of an old woman“ als eine Abfolge von Fenstern auf einem Computerbildschirm, wobei die Quelldatei mit dem Bild unzugänglich ist (sie wurde von der Festplatte „gelöscht“). „Little Housekeeper“ hingegen ähnelt einer Anzeige für eine vermisste Katze, deren unterer Teil aus abtrennbaren Fragmenten mit einer Telefonnummer besteht.

Die Wandbilder können bis Ende September 2024 besichtigt werden.

quelle: MKiDN

fotos: Traffic Design

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