Umsteigeknotenpunkt Jamno. Das Konzept knüpft an die Tradition Pommerns an

Die Ergebnisse des Wettbewerbs für das neue Umsteigezentrum Jamno in Koszalin liegen vor. Im Rahmen des SARP-Wettbewerbs hat das Posener Architekturbüro „Gąska Wojcieszak Pracownia Architektoniczna“ den besten Entwurf vorgelegt. Die Jury würdigte das Projekt für seine stimmige Gestaltung, die hohe architektonische Qualität sowie die gekonnte Nutzung der Vorzüge des Standorts am Jamno-See.

Umsteigeknotenpunkt Jamno – Entwurf

Für den einstufigen SARP-Wettbewerb zur Realisierung gingen 19 Entwürfe ein, die von der Wettbewerbsjury unter dem Vorsitz des Architekten Zbigniew Maćkow bewertet wurden. Nach mehreren Bewertungsphasen gewann das Team Gąska Wojcieszak Pracownia Architektoniczna aus Posen den ersten Preis. Die Urheber des Konzepts sind Łukasz Gąska, Mirosław Wojcieszak, Kornel Kuzański, Marta Sowińska Gąska, Teresa Bączkiewicz und Katarzyna Woźniak. Neben einem Geldpreis in Höhe von 75.000 Złoty erhielten die Gewinner eine Einladung zu Verhandlungen über die Erstellung der vollständigen Planungsunterlagen.

Drei Baukörper eröffnen den Blick auf den See

Das Konzept mit einer Fläche von rund 1.700 m² stellt den Verkehrsknotenpunkt als symbolisches Eingangstor zu Koszalin vom Jamno-See aus dar. Anstelle eines einzelnen, großen Gebäudes schlugen die Architekten drei separate Pavillons vor, die von einem gemeinsamen Nutzdach überdacht werden. Zwischen ihnen wurden breite Durchgänge belassen, dank derer sich bereits von der Promowa-Straße aus ein Panoramablick auf den See eröffnet. Im zentralen Pavillon befinden sich die Fahrkartenschalter, der Warteraum sowie die Sanitäranlagen, während die übrigen Funktionen auf die benachbarten Gebäude verteilt sind. Diese Anordnung erinnert an die Bebauungsweise früherer pommerscher Siedlungen am Wasser, anstatt historische Gebäude wörtlich zu kopieren.

Architektur, die in der Tradition Pommerns verwurzelt ist

Die Komposition wird durch zwei zentrale Außenbereiche ergänzt. Auf der Landseite entstand ein Eingangsplatz für den Bus-, Fahrrad- und Autoverkehr. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein zum See hin ausgerichteter Innenhof, der für Fahrgäste der Wasserstraßenbahn sowie für Besucher gedacht ist, die das Panorama von Mielno und Łazy bewundern möchten. Beide Bereiche werden durch eine Hauptachse verbunden, die von der Bushaltestelle über den Wartebereich bis zum Steg führt. Dadurch bleibt die gesamte Anordnung übersichtlich und intuitiv.

Umsteigeknotenpunkt Jamno – Gąska Wojcieszak Architekturbüro

Die Wettbewerbsjury bewertete die Proportionen der Bebauung sowie deren Einbettung in die Umgebung sehr positiv. Besondere Anerkennung fanden die Arkaden, die Orte der Begegnung und der Erholung schaffen, sowie die Aussichtsplattform, die die Vorzüge der Lage am See nutzt. Die Jury hob zudem die bewusste Materialauswahl sowie die von der Tradition Westpommerns inspirierten architektonischen Formen hervor. Dank der zurückhaltenden Ästhetik und der ausdrucksstarken Form der Baukörper hat das Projekt das Potenzial, zu einem wiedererkennbaren Aushängeschild von Koszalin zu werden.

Entwurf: Gąska Wojcieszak Pracownia Architektoniczna

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