Die Architekten des Büros Kontraforma erhielten von ihren Kunden völlige gestalterische Freiheit und nutzten diese zu hundert Prozent. In der 73 Quadratmeter großen Wohnung im Krakauer Stadtteil Grzegórzki schufen sie einen Raum, der kräftige Farben, weiche Linien und einen humorvollen Designansatz vereint. Es ist ein Interieur, das bewusst gewagt, persönlich und voller positiver Energie ist.
Schon an der Schwelle sieht man, dass diese Wohnung Charakter hat. Geometrische Fliesen, die auch am Sockel verlegt sind, setzen einen markanten grafischen Akzent, während die gewölbte Türverkleidung Weichheit einbringt und die Komposition wärmer macht. Über dem Portal befindet sich eine Wandleuchte der Marke Nodi, die wie ein kleines skulpturales Objekt wirkt. Das Ganze wird durch ein kobaltblaues Triptychon von Nina Dziwoka ergänzt. Letzteres ist ein subtiles, aber bedeutendes farbliche Element, das sich in weiteren Bereichen der Wohnung wiederfindet.
Spiel mit der Form
Im gesamten Interieur setzten die Architekten auf weiche Linien, Bögen und Rundungen. Die maßgefertigten Möbel haben einen skulpturalen Charakter, und die Details – von den Küchenfronten bis hin zu den Griffen – verleihen dem Raum einen individuellen Ausdruck. Kontraforma hat eine einheitliche Designsprache geschaffen, die in verschiedenen Räumen in abgewandelten, aber wiedererkennbaren Varianten auftaucht.
Im Wohnbereich bilden der Tisch mit den kugelförmigen Beinen und die Kücheninsel, die das Zentrum des häuslichen Lebens darstellt, den Mittelpunkt. Die Motive von Wellen und Bögen kehren in den Leuchten, Barhockern und Einbaumöbeln wieder und sorgen für eine fließende Komposition. Das Sofa mit seiner massiveren Form wurde mit leichteren Accessoires kombiniert, und die warme Farbpalette aus Beige- und Holztönen wird durch Kobaltblau, Korallenrot und intensives Rot aufgelockert.

Das Schlafzimmer in ruhigeren Farbtönen
Im Schlafzimmer setzten die Architekten auf eine sanftere Atmosphäre, ohne dabei auf die für das Projekt charakteristischen weichen Linien zu verzichten. Helle Farben und warme Materialien werden durch orangefarbene Akzente und gepolsterte Elemente mit Wellenmotiv ergänzt. Das Bett mit seinem hölzernen Kopfteil und furnierten Akzenten schafft einen gemütlichen, luftigen Raum, der der Erholung förderlich ist und gleichzeitig im Einklang mit dem Rest der Wohnung steht.

Badezimmer. Der grafische Teil der Wohnung
Dieser Raum ist der gewagteste Teil des Entwurfs. Hier dominiert Rosa, das den Hintergrund für einen geometrischen Spiegel, kontrastreiche Wandleuchten und einen charakteristischen Waschtisch bildet. Die Farbe der Fugen setzt sich an den Wänden, den Metallelementen und den Möbeln fort und schafft so eine einheitliche Komposition. Das Wellenmotiv taucht hier erneut auf (diesmal in Form eines Spiegels). Die ungewöhnliche Anordnung der Wandleuchten, das markante Detail des Schranks sowie die zahlreichen Griffe im Einbau über der Toilette sorgen für einen leicht humorvollen Ton, der sich hervorragend in die Grundidee des gesamten Entwurfs einfügt.
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Über das Büro:
Kontraforma wird von Magdalena Kuranowska, Anna Białkowska und Dariusz Michałkowski geleitet. Das Büro ist auf Architektur und Innenarchitektur von Wohnungen und Häusern spezialisiert. Das Team realisiert individuelle Projekte und konzentriert sich dabei auf Funktion, Ergonomie sowie eine gelungene Komposition von Materialien und Farben. In ihrer Arbeit setzen die Architekten Lösungen ein, die auf den Lebensstil der Nutzer und den Umfang des Projekts zugeschnitten sind.
Projekt: Kontraforma
Fotos: Studio-Archiv
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