In der Saska-Straße in Krakau ist eine Wohnung entstanden, die zeigt, dass auch eine kleine Wohnfläche zu einem funktionalen Lebensraum werden kann. Auf 35 m² ist es gelungen, einen harmonischen Raum ohne überflüssige Effekte zu schaffen. Ewelina Jończyk, Leiterin des Ateliers REWEL STUDIO, stützte das Projekt auf eine konsequente Materialauswahl und eine ruhige Farbpalette, wodurch das Interieur einen zeitlosen Charakter erhielt.
Schon beim Betreten fällt der einheitliche Bodenbelag im klassischen Fischgrätenmuster ins Auge. Dieses Muster zieht sich durch die gesamte Wohnung, strukturiert den Raum und verstärkt den Eindruck von Fließendheit. Die Wände wurden mit einer dekorativen, strukturierten Oberfläche in einem warmen Sandton versehen, die das Licht subtil streut und einen neutralen Hintergrund für die Einbauten bildet.
Proportionen und Kohärenz
Der offene Wohnbereich wurde so geplant, dass trotz der begrenzten Fläche eine Leichtigkeit erhalten bleibt. An der Wand steht ein kleiner Holztisch, der von einem lokalen Tischler gefertigt wurde. Dazu passen die Eichenstühle von take me HOME mit ihren weichen, fließenden Linien. Daneben hängt ein Spiegel, der den Raum optisch verdoppelt und den Einfall von Tageslicht verstärkt. Über dem Tisch hängt eine Lampe mit einem weißen, geschichteten Schirm – ein Detail mit modernistischer Herkunft, das nicht dominiert, sondern die Komposition ordnet.
Den Sitzbereich bildet ein kompaktes Sofa der Marke Ramaro mit charakteristischer Steppung, die seine Form unterstreicht. Dahinter wurde eine vertikale Wandverkleidung aus dunklem Holzimitat entworfen, die fließend in offene Regale übergeht. Dieses Element strukturiert die Wand und bringt eine klare Struktur ein, die mit dem Stoff der Vorhänge harmoniert. Gegenüber dem Sofa steht ein minimalistischer TV-Schrank in heller Ausführung, der optisch über dem Boden zu schweben scheint. Durch die Reduzierung der sichtbaren Elemente und die Integration einiger Funktionen in Einbaumöbel konnte die Klarheit des Raums bewahrt werden.
Eleganz ohne Überladung
Die Küchenzeile ist in einer zweifarbigen Komposition gehalten. Die Unterschränke sind mit einem dunklen Dekor mit markanter Maserung versehen, die Oberschränke hingegen in Beige mit einer zarten Fräsung. Die Arbeitsplatte und die Wand aus Konglomerat bilden einen ruhigen Hintergrund für schwarze Akzente. Die bis zur Decke reichenden Einbauten sorgen für maximalen Stauraum und betonen die vertikalen Proportionen des Raums. Abgerundet wird das Ganze durch eine Spotbeleuchtung in Form von zylindrischen Leuchten, die den minimalistischen Charakter der Küche unterstreichen.

Ruhe und Funktionalität
Im Schlafzimmer wurde auf Weichheit und Ordnung gesetzt. Das Bett mit grauem, gepolstertem Kopfteil wurde in einen Holzrahmen mit eingebauten Regalen integriert. Diese Lösung vereint mehrere Funktionen und macht zusätzliche Möbel überflüssig. Über dem Kopfteil befindet sich eine schwarze, lineare Wandleuchte, die als zurückhaltender grafischer Akzent wirkt. Textilien in Ecru- und Beigetönen verstärken den Eindruck von Ruhe, ohne übermäßig zu dekorieren. In den Einbaumöbeln ist auch ein Arbeitsbereich vorgesehen – dezent integriert, um die Atmosphäre der Entspannung nicht zu stören.
Textur und Detail
Das Badezimmer setzt die Ästhetik der gesamten Wohnung fort. Die Kombination aus einer Grundfliese, die beige-grauen Terrazzo imitiert, und modularen Marazzi-Fliesen schafft eine ausgewogene Komposition. Das zentrale Element ist ein kompakter Einbauschrank mit deutlicher Holzmaserung. Seine geometrischen Fronten werden durch runde, weiße Viefe-Griffe aufgelockert, die für Leichtigkeit sorgen. Das Aufsatzwaschbecken und die verchromten Armaturen unterstreichen den zeitlosen Charakter dieses Teils der Wohnung.
Entwurf: REWEL STUDIO EWELINA JOŃCZYK
Fotos: Anna Laskowska – Dekorialove
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