Die 72 m² große Wohnung in Breslau ist ein Beispiel für eine Einrichtung, die eine beruhigende Wirkung hat. Das Projekt von Ewelina Andrakowicz basiert auf bewussten Materialentscheidungen, Schlichtheit und Konsequenz, wodurch der Raum nach einem anstrengenden Tag zu einem Ort der Ruhe wird.
Ausgangspunkt waren die klar definierten Erwartungen des Eigentümers. Er wünschte sich ein helles, optisch leichtes und aufgeräumtes Interieur, in dem warme Weiß-, Creme- und Beigetöne dominieren. Natürliche Materialien, insbesondere Holz, sollten dem Ganzen einen zeitlosen Charakter verleihen und eine freundliche Atmosphäre schaffen. Ebenso wichtig war die Funktionalität, weshalb der Entwurf eine große Anzahl an dezenten Stauräumen und Einbauten vorsah, die es ermöglichen, Ordnung zu halten, ohne den Eindruck von Überladung zu erwecken.
Der gesamte Raum wurde auf der Grundlage wiederkehrender Materialien und schlichter Formen gestaltet. Helle Wände bilden einen neutralen Hintergrund für die Einbauten und Möbel aus Holz, wodurch die Wohnung trotz ihres minimalistischen Charakters einheitlich und warm wirkt. Holz erfüllt hier nicht nur eine ästhetische Funktion, sondern prägt auch die Atmosphäre des Hauses, bringt eine natürliche Struktur ein und sorgt für eine freundliche Wirkung des Interieurs.
Großer Wert wurde auf die Organisation der Aufbewahrung gelegt. Die Einbauten wurden so geplant, dass der verfügbare Platz maximal genutzt wird, während sie gleichzeitig fast unsichtbar bleiben. Gerade dank ihnen bewahrt die Wohnung ihre Leichtigkeit und Ordnung. Jedes Element hat seine Berechtigung, und das Fehlen zufälliger Gegenstände im Blickfeld verstärkt das Gefühl der Harmonie.
Der Wohnbereich wurde als Ort der Entspannung konzipiert. Das durch Holzjalousien gefilterte natürliche Licht, weiche Stoffe und eine begrenzte Anzahl an Einrichtungselementen sorgen dafür, dass der Raum beruhigend wirkt. Die Designerin hat darauf geachtet, dass jedes Detail die Idee des warmen Minimalismus unterstützt.

Das Badezimmer stellte eine der größten funktionalen Herausforderungen dar. Dem Eigentümer war es wichtig, eine komfortable Badewanne und eine vollwertige Dusche zu kombinieren, ohne dabei Kompromisse beim Platzangebot einzugehen. Entscheidend waren die präzise Planung der Raumaufteilung und die konsequente Verwendung der Materialien. Helle Steinoberflächen vergrößern den Raum optisch, und die gedämpfte Farbgebung verleiht ihm Eleganz. Natürliche Beige- und warme Grautöne harmonieren mit den Holzakzenten, die in der gesamten Wohnung zu finden sind, und bilden ein stimmiges Ganzes.
Der Unterschrank unter dem Waschbecken bietet praktischen Stauraum, sodass Alltagsgegenstände unsichtbar bleiben. Die Beleuchtung wurde mehrstufig konzipiert, damit das Badezimmer im Alltag funktional ist und gleichzeitig beim abendlichen Entspannen eine stimmungsvollere Atmosphäre schaffen kann. Das sanfte Licht, das von den hellen Oberflächen reflektiert wird, betont die Materialstruktur und verleiht dem Raum eine warme Atmosphäre.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Eigentümer. Sein Engagement, sein ästhetisches Bewusstsein und seine Dialogbereitschaft ermöglichten es, ein Interieur zu schaffen, das auf den Lebensstil abgestimmt ist und sich nicht momentanen Trends unterordnet. Die gemeinsame Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Minimalismus, Funktionalität und Wärme führte zu einem authentischen, geordneten und zeitlosen Raum.
Entwurf: A|DO|Z Ewelina Andrakowicz
Fotos: Kaja Osikowska – Tasz
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