Warschau: Bau eines neuen Geheges für Kap-Pinguine im Zoo

Der Warschauer Zoo beginnt, in ein neues Gehege für Kap-Pinguine zu investieren. Die Tiere werden nächstes Jahr an einen Ort umziehen, der ihnen einen komfortableren Lebensraum bietet, der ihrer natürlichen Umgebung näher kommt.

Neues Pinguingehege, das an die Bedürfnisse der Tiere angepasst ist

Die Anlage wird einen Komplex umfassen, dessen Herzstück ein offenes Schwimmbecken mit einer Insel sein wird. Es wird von Stränden mit unterschiedlichen Oberflächen und Brutgebieten umgeben sein. Außerdem wird es ein separates Quarantänegehege mit einem flachen Gewässer geben, um bei Bedarf einige Tiere zu isolieren. Darüber hinaus ist ein Stallgebäude nur für die Tiere und das technische Personal geplant. Das neue Gehege wird so gestaltet, dass die Besucher die Pinguine sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser beobachten können. Durch die Glaswände des Geheges können die Besucher mehr über die Gewohnheiten dieser Vögel erfahren. Der gesamte öffentliche Bereich wird für Menschen mit Behinderungen angepasst.

Neues Gehege für bedrohte Pinguine – Kosten und Umsetzung

Kap-Pinguine, die wegen ihrer lauten Geräusche auch „Esel“ genannt werden, sind eine stark gefährdete Art. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich entlang der Küste des südlichen Afrikas, von Namibia bis ins südliche Mosambik. Die neue Anlage des Zoos wird auch einen pädagogischen Zweck erfüllen. Die Besucher können sich über die Biologie dieser Tierart informieren und mehr über die Bedrohungen erfahren, denen sie in freier Wildbahn ausgesetzt sind. Der Bau des Pinguinpavillons wurde von der Panda Foundation finanziert. Die Investition, die rund 14,5 Mio. PLN kosten wird, wird von VARCO Tomasz Jezutek durchgeführt. Die Arbeiten werden voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen sein.

Eine kurze Geschichte des Warschauer Zoos

Der Warschauer Zoo wurde am 11. März 1928 eröffnet. Ursprünglich umfasste er 12 Hektar und beherbergte rund 500 Tiere. Heute ist er einer der wichtigsten zoologischen Gärten in Polen, der für seine pädagogischen Aktivitäten und den Schutz bedrohter Arten bekannt ist. Der erste Direktor der Einrichtung war Wenanty Burdziński, gefolgt von Jan Żabiński. Während seiner Amtszeit erlangte der Zoo internationale Bekanntheit, unter anderem dank der Geburt des Elefanten Tuzinka im Jahr 1937. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Garten zerstört, und einige der Tiere wurden getötet oder nach Deutschland deportiert. Jan und Antonina Żabiński, die damals eine Villa auf dem Gelände des Zoos bewohnten, versteckten dort Juden und retteten vielen von ihnen das Leben. Nach dem Krieg wurde der Garten wiederaufgebaut und 1948 wiedereröffnet. In den folgenden Jahrzehnten erfuhr der Prager Zoo zahlreiche Modernisierungen. Im Jahr 2022 wurde der Zoo nach Antonina und Jan Żabiński benannt, um ihren Mut und ihren Einsatz während der Besatzung zu würdigen.

Quelle: Rathaus von Warschau(https://um.warszawa.pl), zoo.waw.pl

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