Balustrada obecnie. Fot. WUOZ w Warszawie

Wiederherstellung eines Stücks Geschichte. Die Balustrade an der Powązkowska-Straße hat ihr früheres Aussehen zurückerhalten

Eine Zierbalustrade aus der Powązkowska-Straße in Warschau, die von einem ehemaligen Viadukt über die Ringbahnlinie stammt, wurde einer umfassenden Konservierung unterzogen und wieder in die Fahrbahn eingebaut. Die Arbeiten dienten der Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbildes und der Behebung von Schäden, die durch einen Verkehrsunfall im Jahr 2023 verursacht wurden.

Schäden und Entscheidung zur Reparatur

Der Schaden an der Balustrade entstand durch den Aufprall eines schweren Fahrzeugs, das einen der Stützpfeiler auf der Fußgängerübergangsseite zerstörte. Infolge des Unfalls wurden die Metallelemente verformt und die Betonpfosten waren an den Befestigungspunkten teilweise abgeplatzt. Bei der Sichtprüfung wurden außerdem Korrosion, Lackschäden, Risse und Schäden an den Zierelementen festgestellt. Ursprünglich waren nur begrenzte Arbeiten geplant, doch der technische Zustand der verbleibenden Spannweiten veranlasste die Warschauer Behörden, eine vollständige Renovierung des gesamten Bauwerks vorzunehmen. Die Balustrade wurde demontiert und in eine Restaurierungswerkstatt transportiert.

Balustrada z ulicy Powązkowskiej
Balustrade vor der Restaurierung. Foto von Cybular, CC0, über Wikimedia Commons

Balustrade der Powązkowska-Straße – Geschichte

Das Denkmal war ursprünglich Teil eines Straßenviadukts aus den 1920er Jahren, das über die Gleise der Ringbahnlinie führte. Das Bauwerk wurde während des Zweiten Weltkriegs gesprengt, und von der ehemaligen Konstruktion ist heute nur noch ein Fragment der dekorativen Balustrade übrig. Im Jahr 2009 wurden beim Bau des neuen Viadukts die acht Stahl- und Gusseisentragwerke abgebaut. Damals wurde beschlossen, sie zu erhalten und an einen anderen Ort in der Nähe des ursprünglichen Standorts zu bringen. Schließlich wurden sie auf der Insel aufgestellt, die die Fahrbahnen der Powązkowska-Straße an der Kreuzung mit der Duchnicka-Straße trennt. Noch vor der ersten Installation wurden die Balustraden restauriert, u. a. von Korrosion befreit und fehlende Elemente rekonstruiert. Einige Spannweiten wurden in ihrer ursprünglichen Form rekonstruiert, und die Enden wurden den fehlenden Fragmenten nachgebildet. Das Ganze wurde auf neue Stahlbetonpfosten gestützt, die nach historischem Vorbild angefertigt wurden.

Umfang der durchgeführten Arbeiten

Die letzte Phase der Restaurierung betraf die gesamte Balustrade. Die Spannweiten wurden gereinigt, sekundäre Farbschichten und Korrosion wurden entfernt. Die Oberfläche wurde geschützt, beschädigte Elemente wurden restauriert und das Ganze wurde in der ursprünglichen, historischen Farbe gestrichen. Die bisherigen Farben waren mit dem Original nicht mehr vereinbar. Auch alle Betonpfosten wurden nach dem Muster des Archivmaterials rekonstruiert. Die Restaurierungsarbeiten sowie die Überwachung der Arbeiten wurden von Fachleuten des Amtes für Denkmalschutz der Hauptstadt durchgeführt.

Quelle: Büro des Hauptstadtdenkmalpflegers

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