Wohnung in einem Jugendstil-Stadthaus in Bydgoszcz. Es ist wunderschön!

Eine Wohnung in einem Jugendstil-Mietshaus in Bydgoszcz ist ein Beispiel für die harmonische Verbindung des architektonischen Kontexts mit dem individuellen Lebensstil der Bewohner. Die Autorin des Projekts ist Aleksandra Przybyła – Architektin, Gründerin des MURU Studios und Dozentin an der Akademie der Schönen Künste in Wrocław. Für das Ehepaar, das das Tattoo-Studio betreibt, schuf sie ein Interieur, das wie ihre Arbeit Handwerkskunst, Sinn für Details und persönlichen Charakter ausstrahlt.

Neues funktionales Layout und zweites Leben der Jugendstildetails

Die Metamorphose des Innenraums begann mit einer durchdachten Umgestaltung des Wohnungsgrundrisses. Durch den Abriss von Wänden entstand ein offener, vielschichtiger Wohnraum, in dem die Funktionsbereiche nahtlos ineinander übergehen. Historische Elemente wie der ursprüngliche Fischgrätparkettboden und die Doppeltüren wurden erhalten und renoviert. Die in einem dezenten Blau gestrichene und mit geriffeltem Glas verglaste Tür wurde zu einem der wichtigsten Akzente der Einrichtung.

Küche und Wohnzimmer – das Herzstück einer Wohnung in einem Jugendstil-Stadthaus in Bydgoszcz

Das Herzstück des Projekts ist ein offener Wohnbereich mit einer Küche mit Kochinsel, einem Essbereich und einer Sitzecke. Warmes burgunderfarbenes Mobiliar, helle Wandverkleidungen, schwarze Akzente und markanter Terrazzo schaffen eine stimmige Komposition aus Farbe und Material. Die Kücheninsel aus Massivholz mit traditionellen Tischlerverbindungen ist ein Beispiel für meisterhafte Handwerkskunst, und die in die Einbauten integrierten Regale verleihen dem Innenraum zusätzliche Funktionalität.

Durchdachte Übergänge und innerer Rhythmus

Gleich an der Schwelle der Wohnung betritt der Nutzer einen klar organisierten Raum. Der Eingangsbereich ist in einer eher grafischen Ästhetik gehalten: Schwarze Wände, vertikale Rillen und ein abgerundeter Spiegel sorgen für Rhythmus und Ordnung, ohne visuell zu dominant zu sein.

Aleksandra Przybyła / MURU Studio

Die intime Arbeitszone und das häusliche Alltagsleben

Der Erker wurde in einen ruhigen Arbeitsbereich umgewandelt. Die eingebauten Sitzmöbel, der furnierte Schreibtisch und die weichen Stoffe schaffen eine bequeme Ecke für die Konzentration. Direkt daneben befindet sich das Wohnzimmer mit einem hellen Sofa, einem minimalistischen RTV-Schrank und Pflanzen, die das Ganze mit einem natürlichen Touch abrunden.

Kontrastreiche Kombinationen in Schlafzimmer und Bad

Das Schlafzimmer ist ein Spiel der Kontraste – Schwarz und Weiß im Zusammenspiel mit großen, runden Spiegeln schaffen einen modernen, aber geordneten Raum. Das Badezimmer hingegen besticht durch matte rosafarbene Fliesen, schwarze Schränke und markante Keramiken. Dazu gesellt sich weißer Terrazzo, der alle Innenräume der gestalteten Wohnung miteinander verbindet.

Aleksandra Przybyła und MURU Studio Philosophie

Aleksandra Przybyła ist eine Designerin mit einer einzigartigen Sensibilität für den kulturellen und architektonischen Kontext. Ihr Studio MURU ist auf die Gestaltung von Wohnräumen und öffentlichen Räumen – von Büros bis hin zu Restaurants und Hotels – spezialisiert. Mit dieser Wohnung hat sie bewiesen , dass eine Wohnung in einem Jugendstil-Mietshaus in Bydgoszcz sowohl zeitgemäß als auch geschichtstreu sein kann.

Eine Wohnung, die eine Geschichte erzählt

Dieses Projekt ist nicht nur eine Ansammlung von Stilelementen. Es ist eine Geschichte über das tägliche Leben, verwurzelt an einem Ort mit Seele. Dank einer konsequenten Materialsprache, einer durchdachten funktionalen Struktur und der Aufmerksamkeit für Licht, Textur und Rhythmus wurde ein zeitloses Interieur geschaffen, das durch Subtilität und Tiefe besticht.

Entwurf: Aleksandra Przybyła / MURU Studio / https://www.instagram.com/muru.stu.dio
Fotos: Resource Studio / https://zasoby.studio/

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