Zeitgenössische Kunst auf Papier bei DESA Unicum

Im DESA Unicum-Raum in der Piękna-Straße 1A wurde eine weitere Ausgabe des Projekts „Zeitgenössische Kunst. Arbeiten auf Papier” eröffnet – einer der wichtigsten Ausstellungs- und Auktionsreihen in Polen, die sich einem Medium widmet, das seit Jahren sowohl erfahrene Sammler als auch Personen anzieht, die ihre Abenteuer auf dem Kunstmarkt gerade erst beginnen. Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Auktion der präsentierten Werke.

Es handelt sich um eine außergewöhnliche Ausgabe – nicht nur wegen der Bedeutung der präsentierten Namen, sondern auch wegen des breiten zeitlichen Spektrums, das Werke aus den Jahren 1940 bis 2025 umfasst. Darunter befinden sich sowohl Objekte mit Museumsstatus als auch selten auf dem Markt anzutreffende Skizzen, Aquarelle und Experimente auf Papier.

Auktionen zeitgenössischer Werke auf Papier werden seit fast 10 Jahren regelmäßig mehrmals im Jahr organisiert. Im Jahr 2018 fanden die ersten beiden Auktionsprojekte unter der Schirmherrschaft von Sztuka Współczesna. Prace na Papierze (Zeitgenössische Kunst. Werke auf Papier) statt, während es 2019 bereits drei Auktionen dieser Art gab. Das Projekt erwies sich als Erfolg, und seit 2020 organisieren wir vier Auktionen dieser Art pro Jahr, zwei pro Saison”, betont die Ausstellungskoordinatorin und Expertin des Auktionshauses, Agata Matusielańska.

Ausgabe 2026

Die diesjährige Ausgabe zeichnet sich durch eine besonders sorgfältig aufgebauten Erzählung aus. Der Katalog enthält Werke von fast „enzyklopädischem” Charakter – solche, die die Sprache der Künstler, darunter Wojciech Fangor, Andrzej Wróblewski, Tadeusz Kantor, Jan Tarasin und Alfred Lenica, synthetisch darstellen. Es handelt sich um eine Sammlung, die nicht nur die Geschichte der polnischen Avantgarde dokumentiert, sondern auch eine zusammenhängende Erzählung über ihre Veränderungen schafft. Die Vielfalt der Werke ist deutlich größer.

Wir achten konsequent darauf, dass jede Auktion auf höchstem Niveau stattfindet und die wichtigsten Namen der polnischen Zeitgenössischen Kunstgeschichte umfasst. Die aktuelle Ausgabe zeichnet sich durch eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl aus, in der Werke mit begrenzter Verfügbarkeit auf dem Markt und solche von musealer Bedeutung vertreten sind – darunter Werke von Erna Rosenstein und Maria Jarema – fügt die Expertin hinzu.

85 Jahre Kunst auf Papier

Das älteste Objekt im Angebot ist die Monotypie „Postać” (Figur) von Maria Jarema aus dem Jahr 1940 – das Werk entstand in den Wirren des Krieges, ist selten und äußerst wertvoll. Das neueste Werk ist hingegen die Komposition „Parawany w kolejce na rentgen” (Paravents in der Warteschlange zum Röntgen) von Henryk Cześnik aus dem Jahr 2025. Einige Werke sind nur ungefähr datiert – wie Agata Matusielańska erklärt, ist dies das Ergebnis sorgfältiger Analysen.

„Die Datierung legen wir auf der Grundlage einer Stil- und Materialanalyse fest, wir vergleichen die Werke mit anderen Arbeiten und recherchieren in Archiven. Wir konsultieren spezialisierte Experten sowie Erben und Stiftungen”, erklärt sie.

Perlen der Sammlung: von Wróblewski bis Jaremianka

Zu den wertvollsten Stücken gehören Werke von Künstlern, die sich einen festen Platz in der Geschichte der polnischen Nachkriegskunst gesichert haben: Andrzej Wróblewski, Wojciech Fangor, Tadeusz Kantor und Alfred Lenica. Eines der faszinierendsten Objekte ist eine Sammlung von Notizen und Zeichnungen von Zbigniew Makowski, die auf den Seiten der theosophischen Abhandlung von Annie Besant angefertigt wurden – ein äußerst persönliches Material, das den Denkprozess des Künstlers offenbart. Eine weitere Rarität ist der Bühnenbildentwurf von Maria Jarema, die mit dem Theater Cricot und Cricot 2 verbunden war – ein seltenes Objekt von außergewöhnlichem Wert für Sammler, die sich für die Geschichte des avantgardistischen Theaters interessieren.

Wie entsteht die Auswahl?

Die Auswahl der Werke basiert auf einer Marktanalyse, aber auch auf der Beobachtung institutioneller Trends. Aus diesem Grund hat sich das Auktionshaus DESA Unicum für die Namen der begehrtesten Künstlerentschieden. Entscheidend war auch das Medium: Aquarelle, Skizzen und Tuschearbeiten auf Papier.

Arbeiten auf Papier sind oft der erste Schritt beim Aufbau einer Sammlung – es ist das Format, mit dem viele Menschen beginnen. Sie werden sowohl von erfahrenen Sammlern als auch von Menschen gekauft, die gerade erst in die Welt der Kunst einsteigen. Wir sehen auch eine starke Gruppe jüngerer Sammler: Durch die niedrigere Preisgrenze können sie sofort mit den Klassikern der Avantgarde beginnen, fasst Agata Matusielańska zusammen.

Die Ausstellung ist im DESA Unicum in der Piękna-Straße 1A in Warschau zu sehen. Die Abschlussauktion findet am 5. Februar um 19:00 Uhr statt und wird online übertragen. Mehr dazu HIER.

Die hochwertigen Fotos in dieser Publikation wurden mit einer SIGMA BF @sigmafotopolska Kamera aufgenommen, die unser Partner ist.

Quelle: Redaktion

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