zielona krucza
Wizualizacja. Fot. ZDM w Warszawie

Zielona Krucza rückt immer näher. Sie wird mit Bäumen bepflanzt werden.

Die Zielona Krucza rückt immer näher. Zu diesem Zweck hat die Stadtverwaltung Warschau die Ausschreibung für Bauarbeiten angekündigt. Diese soll in der ersten Hälfte des Jahres 2026 erfolgen, sofern die Finanzierung aus dem Stadtbudget gesichert ist. Das groß angelegte Projekt sieht vor, die derzeit breite Verkehrsader in einen intimeren Raum mit viel Grün umzugestalten. Solch bedeutende Veränderungen bleiben natürlich nicht ohne Resonanz und sorgen seit Monaten für Kontroversen unter den Einwohnern und Stadträten.

Die grüne Krucza – Streit und Erwartungen der Einwohner

Die Diskussion über die Veränderungen an der Krucza ist sehr intensiv. Die einen sprechen sich für die Beibehaltung der derzeitigen Gestaltung aus, die anderen fordern hingegen eine Verkehrsberuhigung, mehr Grünflächen, bequemere Gehwege und bessere Bedingungen für Radfahrer. Während der Treffen zur geplanten Investition wurden auch Stimmen laut, die eine vollständige Abschaffung der Parkplätze forderten. Es wurde auch ein Antrag gestellt, die städtebauliche Gestaltung der Straße in das Denkmalregister einzutragen, was den Umbau stoppen könnte.

Das große Projekt der ZDM

Die Stadtverwaltung bleibt jedoch unnachgiebig. Sie hat bereits den Umbauplan und die Genehmigung für die Umsetzung des neuen Straßenlayouts erhalten. Derzeit wird ein Antrag auf Sicherung der Mittel im Stadtbudget vorbereitet. Die Ausschreibung zur Auswahl des Auftragnehmers könnte im zweiten Quartal veröffentlicht werden, und die Arbeiten würden noch in diesem Jahr beginnen und bis zum nächsten Jahr dauern. Der Direktor der ZDM, Łukasz Puchalski, traf sich mit den Anwohnern, um die Details des gesamten Vorhabens zu besprechen. Weiterhin werden Fragen zum Parken analysiert, darunter der Vorschlag, etwa 30 Prozent der Parkplätze ausschließlich für Anwohner zu reservieren, sowie die Durchfahrt durch die Kreuzungen mit den Straßen Nowogrodzka und Hoża. Die endgültige Verkehrsführung wird noch präzisiert.

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Krucza heute und in Zukunft. Foto: Google Maps und ZDM in Warschau

Breite Verkehrsader aus den 1950er Jahren und neues Grünkonzept

Der aktuelle Querschnitt der Krucza stammt aus den 1950er Jahren. Damals wurde ihr der Rang der Hauptachse des sozialistischen Zentralbezirks verliehen, was sich in einer Breite von 30 bis 40 Metern niederschlug. Die vier- und fünfspurige Fahrbahn nimmt einen Großteil des Raums ein, und die Autos parken in Parkbuchten und teilweise auf den Gehwegen. Nach dem Umbau des sogenannten Plac Pięciu Rogów (Fünf-Ecken-Platz) hat sich das Verkehrsaufkommen in diesem Teil der Innenstadt verändert, was nach Ansicht der Straßenbauer die Möglichkeit eröffnet, diesen weitläufigen Raum anders zu gestalten. Das Hauptelement des Projekts ist ein Fußgängerweg zwischen den Fahrbahnen, eine Lösung, die in diesem Teil der Stadt selten anzutreffen ist. Ausschlaggebend für diese Anordnung war die Lage der unterirdischen Infrastruktur, darunter Wasser- und Fernwärmeleitungen. Die netzfreien Bereiche befinden sich in der Mitte der Straße, was die Anpflanzung regelmäßiger Baumreihen ermöglicht, ohne in die bestehenden Anlagen einzugreifen. Auf der Krucza-Straße werden zwei Reihen neuer Bepflanzungen entstehen und der bestehende Baumbestand wird erhalten bleiben. Die nächsten größeren Grünflächen sind etwa einen Kilometer entfernt, weshalb die Planer eine Form vorschlagen, die einem linearen Park ähnelt.

Eine grüne Krucza für Sicherheit und Komfort

Nach Angaben der ZDM begünstigte die bisherige Gestaltung der Krucza-Straße gefährliche Situationen. In den letzten Jahren wurden dort 10 Unfälle und zahlreiche Kollisionen registriert. Die breite Fahrbahn und mehrere Fahrspuren verleiten zu höheren Geschwindigkeiten, was sich negativ auf die Sicherheit der Fußgänger auswirkt. Nach dem Umbau soll die Straße als lokale Straße mit beruhigtem Verkehr fungieren. Radfahrer werden sich gemäß den städtischen Standards für solche Zonen auf der Fahrbahn bewegen, weshalb keine separaten Radwege ausgewiesen wurden. Nach Einschätzung der ZDM spielt die Krucza-Straße keine Rolle als wichtiger Verkehrskorridor in Nord-Süd-Richtung, weshalb ihre künftige Gestaltung vor allem den Anwohnern und Nutzern der umliegenden Dienstleistungen zugutekommen soll.

Quelle:ZDM inWarschau

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