Zwischen Licht und Mode. Die Corolle-Leuchten von Dior Maison auf der Milan Design Week.

Auf der diesjährigen Ausgabe des Salone del Mobile in Mailand präsentierte die Marke Dior ein neues Projekt an der Schnittstelle zwischen Design und Kunsthandwerk. Dior Maison stellte die Kollektion „Corolle“ vor – eine Serie tragbarer Leuchten, entworfen von Noé Duchaufour-Lawrance, einem der bekanntesten zeitgenössischen Designer, der an der Schnittstelle zwischen organischen Formen und Funktionalität arbeitet.

Die neue Linie ist eine subtile Anspielung auf das Erbe des Modehauses, genauer gesagt auf eine der beiden ikonischen New-Look-Linien, die Christian Dior 1947 präsentierte. Gerade Corolle – eine von der Form einer Blume inspirierte Silhouette – wurde zum Ausgangspunkt für die Schaffung von Leuchten mit weichen, fließenden Linien. Die Leuchten erinnern an sich entfaltende Blütenblätter, und ihre Form besticht durch die Zartheit und Leichtigkeit, die sowohl für die Mode von Dior als auch für die Designsprache von Duchaufour-Lawrance charakteristisch ist.

Die Installation wurde in den historischen Räumlichkeiten des Palazzo Landriani präsentiert, der sich im Herzen des Stadtteils Brera befindet. Gerade der Kontext dieses Ortes, der von Kunst, Handwerk und Mailänder Tradition geprägt ist, vervollständigte die Erzählung des Projekts, das zwischen Vergangenheit und Gegenwart balanciert.

Die Ausstellung wurde als vielschichtiges Erlebnis konzipiert, bei dem Licht, Material und Raum den Besucher durch die Geschichte der Marke führen. Das Bühnenbild, entworfen von den thailändischen Künstlern Korakot Aromdee und Vasana Saim, ist von den Gärten der Villa Les Rhumbs, dem Elternhaus von Dior in Granville, inspiriert. Genau dort, inmitten üppiger Vegetation und der Küstenlandschaft, prägte sich die Sensibilität des zukünftigen Designers.

Die Präsentation von Dior Maison reiht sich in einen breiteren Trend auf dem Salone del Mobile ein, bei dem Luxusmodehäuser den Bereich des angewandten Designs immer mutiger erkunden. Bei Corolle geht es jedoch nicht ausschließlich um die Funktion – es ist vielmehr der Versuch, die Sprache der Haute Couture in das Medium Licht und räumliche Form zu übertragen.