ARCHITEKTUR

Danzig: Bei der Renovierung des Żuraw wurden zahlreiche Relikte gefunden

Die Renovierung des historischen Żuraw in Gdańsk dauerte mehr als drei Jahre und wurde im April abgeschlossen. Die restaurierten Innenräume und die neue Dauerausstellung können bereits besichtigt werden. Bei den archäologischen Arbeiten wurden zahlreiche historische Gegenstände gefunden. Unter den Funden befinden sich auch Glasgefäße.

Die Fundstücke wurden gereinigt und ausgestellt. So können Sie mit eigenen Augen sehen, welche Schätze seit Jahren einige Meter unter der Erde schlummern. Die Gegenstände wurden bei Renovierungsarbeiten an den Fundamenten des Gebäudes gefunden. Sie wurden in einer Erdschicht gefunden, die in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ausgehoben wurde, als der Boden für den Bau des gemauerten Krans vorbereitet wurde. Ein weiterer Gegenstand wurde in einer Erdschicht gefunden, die aus der Zeit der Verstärkung der Fundamente und der Trockenlegung der Keller stammt.

Die Exponate können im Nationalen Schifffahrtsmuseum in Gdańsk besichtigt werden. Von den fast hundert gefundenen Gegenständen sind mehrere Dutzend ausgestellt. Zu den wertvollsten gehört eine kreisförmige Schließe aus einer Kupferlegierung. Der Rahmen trägt eine deutsche Inschrift in gotischer Majuskel HILF GOT MARIA BEROT (Gott helfe uns, Maria berate uns). Museumsexperten schätzen, dass er aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen könnte.

Ein weiteres wertvolles Objekt ist ein sechseckiges Gefäß auf drei Beinen. Im Inneren befindet sich eine Darstellung des Heiligen Georgs zu Pferd, der einen Drachen erschlägt. Auf den Außenwänden sind Apostelpaare abgebildet. In Europa gibt es etwa 20 ähnliche Gefäße mit Deckeln.

Glaspokale aus dem 16. bis frühen 17. Jahrhundert. Foto: Hanna Borkowska/ NMM

Grünglaspokale mit Verzierungen sind ein interessantes Beispiel für Design aus vergangenen Jahrhunderten. Die Gefäße aus der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert dienten zum Trinken von Rheinwein und wurden von Werkstätten in den Niederlanden und Deutschland hergestellt. Aufgrund ihrer Verzierungen wurden sie häufig in Gemälden flämischer Maler abgebildet.

Es wurden weitere Gefäße gefunden. Eine Untertasse aus cremefarbener Fayence, Teller oder Schüsseln aus chinesischem Porzellan sind wertvolle Objekte. Letztere wurden zusammen mit Teelieferungen aus Amsterdam, Göteborg und englischen Häfen nach Danzig verschifft.

Ein Fragment einer Untertasse aus Cremefayence, verziert mit einer gedruckten Tea-Party-Szene aus dem 18. Foto: Hanna Borkowska/ NMM

Mit einer solchen Ladung kam wahrscheinlich auch das Teeservice nach Danzig, von dem ein Fragment einer Untertasse aus cremefarbener Fayence mit einer aufgedruckten Tea-Party-Szene erhalten geblieben ist. Die Schale gehört zur Queens-Ware-Kollektion – einer Reihe von Gefäßen, die in den 1870er Jahren in der Fabrik von Joshua Wedgwood in Staffordshire hergestellt wurden und unter der besonderen Schirmherrschaft von Königin Charlotte – der Frau von Georg III, König von England – standen, schreibt Dr. Anna Rembisz-Lubiejewska auf der Website des Nationalen Maritimen Museums in Danzig.

Die wertvollen Objekte können nun in Żuraw besichtigt werden. Das historische Gebäude wurde nach der Renovierung am 30. April eröffnet. Das Żuraw ist dienstags (14-20 Uhr), mittwochs (13-18 Uhr), donnerstags, freitags, samstags und sonntags (11-18 Uhr) geöffnet. Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die Öffnungszeiten auf der Website des NMM, da sie sich ändern können.

quelle: Nationales Schifffahrtsmuseum in Danzig(https://nmm.pl)

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fot. rauschenberger, Pixabay
Zapinka ze stopu miedzi z częściowo zatartą inskrypcją HILF GOT MARIA BEROT (Boże dopomóż, Mario doradź). Fot. Hanna Borkowska/ NMM
Wnętrze naczynia sakralnego. Widoczny wizerunek św. Jerzego na koniu. Fot. Hanna Borkowska/ NMM
Odlana z cyny plakietka miłosna w kształcie turkawki. Fot. Hanna Borkowska /NMM
Zawór mosiężnego szpuntu w formie tulejki zwieńczonej figurą kogucika. XVI – pocz. XVII w. Fot. Hanna Borkowska/ NMM
fot. dworakfoto, Pixabay

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